Science Today

Ein Blick auf die wissenschaftliche Arbeitswelt von heute

Jede*r zweite Deutsche ist unsicher, ob er bzw. sie Wissenschaft vertrauen kann.

Laut Wissenschaftsbarometer 2019 geben nur 46 Prozent der Deutschen an, dass sie in Wissenschaft und Forschung vertrauen; 2018 waren es noch 54 Prozent. Weniger als die Hälfte der Befragten (42 Prozent) waren laut Wissenschaftsbarometer 2019 von einer Gemeinwohlorientierung der Wissenschaft überzeugt. 2017 waren es noch 48 Prozent. Auch wenn ein Großteil der Befragten den Ergebnissen der Wissenschaft noch vertraut, nimmt der Chor der Zweifelnden stetig zu.


Zwei Drittel aller Bürger*innen sehen skeptisch auf Forschungsergebnisse

Ebenfalls im Wissenschaftsbarometer 2018 sagten 38% der Befragten, dass sie annehmen, dass Wissenschaftler*innen ihre Ergebnisse an ihre eigenen Erwartungen anpassen würden. 32% sind 2018 unentschieden, ob sie hier zustimmen oder ablehnen sollen.


Weniger als die Hälfte aller Deutschen glaubt an die Gemeinnützigkeit von Wissenschaft

Weniger als die Hälfte der Befragten (40%) waren laut Wissenschaftsbarometer 2018 von einer Gemeinwohlorientierung der Wissenschaft überzeugt. 2017 waren es noch 48%. Knapp die Hälfte aller Deutschen (46%) sind 2018 unentschieden, ob Wissenschaftler*innen zum Wohle der Gesellschaft forschen oder nicht; 2017 waren es nur 35%.


Wiederholungsstudien bringen nicht immer gleiche Ergebnisse

Wiederholungsstudien führen in verschiedenen Disziplinen (z.B. Medizin, Psychologie, Biologie, Wirtschaftswissenschaften) nicht immer zu den selben Ergebnissen, was zu wachsenden Vertrauensverlusten in empirisch basierte Wissenschaft und Wissenschaftsberatung führt. 17% der Befragten geben im Wissenschaftsbarometer 2018 an, dass man daher Wissenschaft und Forschung in diesen Disziplinen nicht mehr vertrauen kann.


Mehr als ein Drittel aller Forscher*innen selbst zweifeln an Ergebnissen ihrer Peers

Laut einer Gemeinschaftsstudie von Elsevier und Sense vertrauen 62% aller Forscher*innen weltweit der Mehrheit der rezipierten Forschungsergebnisse. Dies bedeutet, dass über ein Drittel an der Mehrheit der Forschungsresultate zweifelt. 15% vertrauen nur der Hälfte aller gelesenen Forschungsergebnisse, 21% nur einigen Forschungsergebnissen und 1% vertraut keinem fremden Forschungsergebnis.


Über die Hälfte aller Forschenden prüft Peer-Ergebnisse sorgfältig nach  

Um das mangelnde Vertrauen in Forschungsergebnisse von Fachkolleg*innen auszugleichen, prüfen laut einer Gemeinschaftsstudie von Elsevier und Sense About Science 57% der Wissenschaftler*innen sorgfältig ergänzendes Material oder Daten. 52% suchen nach Bestätigung durch andere vertrauenswürdige Quellen (z.B. nach Zitationen in einer bekannten Zeitschrift). Ebenfalls 52% suchen nur nach Artikeln in Zeitschriften mit Peer-Review.


Barrieren zur Reproduktion sind Barrieren zu Vertrauen

Laut einer Gemeinschaftsstudie von Elsevier und Sense About Science betrachten 17% der Wissenschaftler*innen Forschungsergebnisse dann als nicht vertrauenswürdig, wenn keine Reproduzierbarkeit möglich ist. 12% der Befragten sagen, dass sie misstrauen, weil ergänzendes Material fehlt und es keine Möglichkeit gibt, Schlussfolgerungen zu validieren.


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