Praxistipp 9

Forschungsdaten bereitstellen

Ein wichtiger Grundsatz, den es zu beachten gilt, ist, dass Daten „so offen wie möglich und so geschlossen wie nötig“ sein sollten. Mit anderen Worten: Die Daten sollten verbreitet werden und nachnutzbar sein. Aber in bestimmten Kontexten können Zugangsbeschränkungen notwendig sein.

Warum Forschungsdaten veröffentlichen?

FÜR GEMEINSAME TRANSPARENTE FORSCHUNG

Die Offenlegung von Daten auf internationaler Ebene ermöglicht allen Forscher:innen die Wiederverwendung von Datensätzen, die von anderen erstellt wurden. Die verfügbaren Datensätze können dank Data-Mining-Technologien (Text & Data Mining, TDM) auch massenhaft genutzt werden.

Die Kosten für die Erstellung, Sammlung und Verarbeitung von Daten sind hoch. Schlechte Datenpraktiken kosten in Europa schätzungsweise 10 Milliarden Euro pro Jahr (Europäische Kommission, 2018).

Daten, die mit öffentlichen Mitteln erstellt wurden, sollten entsprechend der Devise „so offen wie möglich, so geschlossen wir nötig“ öffentlich bereitgestellt werden. Die Öffnung von Daten erhöht das Vertrauen der Bürger:innen in die Forschung und deren Ergebnisse. Zudem ermöglicht offene Forschung partizipative Wissenschaft und Citizen Science.

Wenn Sie Ihre Daten online stellen, hilft das, die Sichtbarkeit Ihrer Arbeit zu erhöhen und häufiger zitiert zu werden. Laut einer in der Zeitschrift PLOS ONE veröffentlichten Studie erhöht die Verbreitung von Daten, die mit einer Veröffentlichung verknüpft sind, die Zitierungen des Artikels um 25 Prozent (Colavizza, Hrynaszkiewicz, Staden et al., 2020).

Die Bereitstellung Ihrer Daten gewährleistet eine bessere Forschungstransparenz und macht Ihre publizierten Ergebnisse glaubhafter und nachvollziehbar. Datenbereitstellung kann somit wie ein Gütesiegel guter wissenschaftlicher Praxis fungieren.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Forschung!

Stand: März 2021
Fragen, Kommentare und Hinweise gern an open-science@zbw.eu



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